Manjaro 26.0.1: GNOME 49, Plasma 6.5 & Xfce 4.20
Manjaro 26.0.1: Feinschliff für GNOME, Plasma und Xfce
Mit Manjaro 26.0.1 veröffentlicht das Manjaro-Team ein wichtiges Update für seine beliebte Rolling-Release-Distribution. Die neue Version konzentriert sich weniger auf spektakuläre Neuerungen, sondern vielmehr auf Stabilität, Feinschliff und praxisnahe Verbesserungen in allen offiziellen Desktop-Editionen. Nutzer von GNOME, KDE Plasma und Xfce profitieren gleichermaßen von optimierten Oberflächen, besserer Performance und moderner Hardware-Unterstützung.
Gerade für Anwender, die Manjaro produktiv einsetzen oder als tägliches Arbeitssystem nutzen, stellt Manjaro 26.0.1 ein empfehlenswertes Update dar.
Kurze Programmbeschreibung: Was ist Manjaro?
Manjaro ist eine benutzerfreundliche Linux-Distribution auf Arch-Linux-Basis. Sie kombiniert ein Rolling-Release-Modell mit stabilen, vorgetesteten Paketen und richtet sich sowohl an Einsteiger als auch an erfahrene Linux-Nutzer. Durch eigene Repositories, grafische Verwaltungswerkzeuge und mehrere offizielle Desktop-Editionen bietet Manjaro einen guten Kompromiss aus Aktualität und Zuverlässigkeit.
Mit Manjaro 26.0.1 wird dieser Ansatz konsequent fortgeführt.
Was ist neu in Manjaro 26.0.1?
Manjaro 26.0.1 mit GNOME 49: Mehr Performance und modernes Design
Die GNOME-Edition von Manjaro 26.0.1 basiert auf der ausgereiften 49er-Reihe von GNOME. Nachdem GNOME 49 im Herbst 2025 erschienen ist, wurden zahlreiche Kinderkrankheiten behoben, wovon Manjaro nun direkt profitiert.
Besonders sichtbar sind die Verbesserungen in der Kalender-Anwendung. Die Oberfläche wurde neu organisiert und reagiert deutlich flexibler auf unterschiedliche Fenstergrößen. Das manuelle Ausblenden der Seitenleiste erleichtert die Nutzung auf kleineren Bildschirmen oder bei geteilten Fenstern.
Auch der GNOME Software-Store zeigt sich in Manjaro 26.0.1 spürbar schneller. Hintergrund ist eine umfassende Optimierung beim Verarbeiten großer Flatpak-Repository-Datenmengen. Weniger Speicherverbrauch und kürzere Ladezeiten sorgen für eine deutlich flüssigere App-Suche, vor allem auf schwächerer Hardware.
Ein weiteres Highlight ist die neue Wallpaper-Sammlung für HDR-Displays. Dank verbessertem Farbmanagement im Fenstermanager Mutter können Hintergründe nun mit voller Farbtiefe dargestellt werden. Das Ergebnis sind sichtbar kräftigere Farben und ein höherer Kontrast, insbesondere auf modernen Monitoren.
Zusätzlich wurde die integrierte Remote-Desktop-Funktion von GNOME erweitert, was das Arbeiten aus der Ferne komfortabler und zuverlässiger macht.
Manjaro 26.0.1 mit Plasma 6.5: Komfort und Kontrolle
In der Plasma-Edition setzt Manjaro 26.0.1 auf Plasma 6.5, KDE Frameworks 6.21 und KDE Gear 25.12. Diese Kombination bringt viele lang gewünschte Detailverbesserungen für den Alltag.
Optisch fallen vor allem die nun vollständig abgerundeten Fensterkanten auf, die das Erscheinungsbild harmonischer wirken lassen. Wer es klassischer mag, kann diese Änderung jedoch weiterhin deaktivieren.
Ein praktisches neues Feature ist der automatische Wechsel zwischen hellem und dunklem Design abhängig von der Tageszeit. Nutzer können dabei genau festlegen, welche Designs verwendet werden und ob auch der Hintergrund automatisch angepasst wird.
Die bisherige Flatpak-Berechtigungsseite wurde zu einer allgemeinen Anwendungsrechte-Verwaltung ausgebaut. Dadurch lassen sich sensible Zugriffe wie Bildschirmaufnahmen oder Fernsteuerung zentral steuern.
Auch die Remote-Desktop-Funktion wurde deutlich verbessert. Die integrierte RDP-Lösung unterstützt nun die Zwischenablage und nutzt bestehende Benutzerkonten, was die Einrichtung erheblich vereinfacht.
Abgerundet wird das Update durch praktische Kleinigkeiten wie Benachrichtigungen bei niedrigem Drucker-Tintenstand sowie die Möglichkeit, den Rechner direkt vom Login-Bildschirm aus in den Ruhezustand zu versetzen.
Manjaro 26.0.1 mit Xfce 4.20: Leichtgewichtig, aber leistungsfähig
Die Xfce-Edition von Manjaro 26.0.1 erhält mit Xfce 4.20 ein umfangreiches Update, das zeigt, dass auch schlanke Desktops moderne Funktionen bieten können.
Im Thunar-Dateimanager lassen sich Dateien nun farblich hervorheben, was insbesondere bei großen Verzeichnissen mit ähnlichen Dateitypen hilfreich ist. Zusätzlich unterstützt Thunar jetzt eine rekursive Suche, die das Auffinden von Dateien erleichtert.
Das Panel wurde flexibler gestaltet. Die Länge wird nun in Pixeln definiert, und ein neues Verhalten sorgt dafür, dass maximierte Fenster den Bereich hinter dem Panel nutzen können.
Ein überarbeitetes Kontrollzentrum bündelt zahlreiche Systemeinstellungen an einem Ort. Neue Optionen ermöglichen unter anderem feinere Anpassungen der Fensterdarstellung, Kontextmenüs und des Monitorverhaltens.
Kernel und Hardware-Unterstützung in Manjaro 26.0.1
Standardmäßig nutzt Manjaro 26.0.1 den Linux-Kernel 6.18, der aktuelle Treiber und Verbesserungen für moderne Hardware mitbringt. Für Nutzer älterer Systeme stehen weiterhin Kernel 6.12 LTS und 6.6 LTS zur Verfügung, um langfristige Stabilität sicherzustellen.
Verbesserungen und Bugfixes
Neben den sichtbaren Neuerungen enthält Manjaro 26.0.1 zahlreiche kleinere Korrekturen und Optimierungen. Diese betreffen vor allem Stabilität, Performance und die allgemeine Benutzererfahrung. Viele dieser Änderungen fallen erst im täglichen Gebrauch auf, tragen jedoch maßgeblich zu einem zuverlässigen System bei.
Upgrade- und Installationshinweise
Bestehende Manjaro-Installationen können problemlos auf Manjaro 26.0.1 aktualisiert werden. Wie gewohnt empfiehlt sich ein vollständiges System-Update über die Paketverwaltung oder das grafische Update-Tool.
Neue Nutzer können Manjaro 26.0.1 direkt als frische Installation nutzen und dabei zwischen GNOME, Plasma oder Xfce wählen. Alle Editionen profitieren gleichermaßen von den aktuellen Verbesserungen.
Fazit
Manjaro 26.0.1 ist ein durchdachtes Update, das vor allem durch Stabilität, Performance und viele sinnvolle Detailverbesserungen überzeugt. Die Weiterentwicklung von GNOME 49, Plasma 6.5 und Xfce 4.20 zeigt, dass Manjaro sowohl moderne Desktops als auch effiziente Arbeitsumgebungen ernst nimmt.
Für bestehende Nutzer ist das Update klar zu empfehlen, während Neueinsteiger mit Manjaro ein aktuelles, leistungsfähiges Linux-System erhalten, das sich flexibel an unterschiedliche Anforderungen anpassen lässt.
Download:
https://www.freeware-base.de/freeware-zeige-details-30130-Manjaro_Linux.html
